16.02.2026 | Spielbericht

Saisonende für die Meinisberger

Der EHC Meinisberg muss die Segel streichen. Mit einer 0:5-Niederlage im dritten Spiel der „Best-of-Five“-Serie gegen den EHC Zuchwil Regio endet die Saison für die Seeländer vorzeitig. Während Meinisberg mit personellen Ausfällen kämpfte, demonstrierte der Gegner seine Kaderbreite und Abgeklärtheit.

EHC Zuchwil Regio - EHC Meinisberg 5:0 (0:0, 3:0, 2:0)

Niederlage und Saisonende

Bereits vor dem ersten Puckeinwurf war die Ausgangslage für die Meinisberger bereits angespannt. Dass Stammhüter Antoine Todeschini verletzungsbedingt passen musste, zwang das Team zu Umstellungen. Dennoch starteten beide Mannschaften hochkonzentriert in die Partie. Das erste Drittel war geprägt von taktischer Disziplin; zwingende Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. So spiegelte das 0:0 zur ersten Sirene das ausgeglichene Geschehen auf dem Eis korrekt wider.

Fehlende Effizienz in der entscheidenden Phase

Im zweiten Spielabschnitt übernahm Zuchwil zunehmend das Spieldiktat. In der 32. Minute bot sich Meinisberg jedoch die grosse Gelegenheit zur Wende: Eine fünfminütige sowie eine zeitgleiche zweiminütige Strafe gegen die Solothurner ermöglichten eine lange doppelte Überzahl. Doch genau hier zeigte sich das Manko des Abends: Die Seeländer schafften es nicht, das Spiel an sich zu reissen. Die nötige Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor fehlte.

Erschwerend kam hinzu, dass das Kader im Verlauf des Spiels weiter schrumpfte. Die Ausfälle von Nicolas Wälti und Kai Wyss verkleinerten die Rotationsmöglichkeiten der Meinisberger zusätzlich. Gegen die sehr abgeklärten Hausherren fehlte in der Folge die nötige Cleverness, um gegenzuhalten. Kurz vor der zweiten Pause sorgte Zuchwil mit einem Doppelschlag zum 3:0 für die Vorentscheidung.

Zuchwil spielt die Routine aus

Wer im Schlussdrittel auf eine Aufholjagd hoffte, sah sich getäuscht. Gemessen am Spielverlauf agierte Zuchwil zu routiniert, um den Sieg noch aus der Hand zu geben. Die Solothurner spielten die Partie kontrolliert herunter und erhöhten in der 54. und 56. Minute zum 5:0-Endstand.

Letztlich war der Sieg der Solothurner verdient. Sie verfügten in den entscheidenden Situationen über die grössere Ruhe an der Scheibe und nutzten ihre Chancen eiskalt aus. Für Meinisberg ist das angestrebte Ziel des Gruppenfinals damit in weite Ferne gerückt.

Ein verdienter Abschied

Trotz der Enttäuschung über das Saisonaus gab es einen Moment des Respekts: Marc Balsiger, eine langjährige Stütze und wichtige Figur im Team, bestritt sein letztes Spiel im Dress der Meinisberger. Er kehrt nun zu seinem Stammverein nach Münchenbuchsee zurück. Der Verein verliert mit ihm einen erfahrenen Akteur, der die Mannschaft über lange Zeit mitgeprägt hat.

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