Mit dem Rücken zur Wand
Der EHC Meinisberg verliert auch das zweite Playoff-Halbfinalspiel gegen den EHC Zuchwil Regio mit 2:3. Trotz eines Blitzstarts und grossem Kampfgeist stehen die Seeländer in der „Best-of-Five“-Serie nun mit dem Rücken zur Wand. Neben dem Resultat schmerzen vor allem verletzungsbedingte Ausfälle und eine höchst umstrittene Szene kurz vor Schluss.
sehr bittere Niederlage
Die Partie begann für die Hausherren wie aus dem Bilderbuch. Kaum war die erste Minute verstrichen, brachte Joey Hostettmann den EHC Meinisberg mit 1:0 in Führung. Dieser Traumstart verlieh dem Heimteam Flügel: Meinisberg dominierte die Anfangsphase und erspielte sich mehrere hochkarätige Chancen. Doch wie so oft im Eishockey rächte sich die mangelnde Effizienz vor dem gegnerischen Gehäuse.
Ein Startdrittel voller Rückschläge
In der 8. Minute folgte ein Rückschlag der unglücklichen Sorte. Ein Zuchwiler Stürmer wurde derart unglücklich in das Tor der Meinisberger befördert, dass Torhüter Antoine Todeschini keine Abwehrchance mehr blieb – die Scheibe rutschte zum 1:1-Ausgleich über die Linie. Weit schwerer wog jedoch, dass sich Todeschini bei dieser Aktion verletzte. Er versuchte zwar weiterzuspielen, musste aber nach dem zweiten Gegentreffer in der 13. Minute das Eis verlassen.
Noch im selben Drittel folgte der nächste Schock: Lennart Siegenthaler wurde von einem Gegenspieler hart am Kopf getroffen und musste die Partie mit einer Gehirnerschütterung beenden. Die Aktion blieb ungeahndet, was die Emotionen bereits früh hochkochen liess. Ob Siegenthaler in dieser Saison noch einmal auflaufen kann, ist derzeit mehr als fraglich.
Hektik und die Vorentscheidung
Das zweite Drittel war geprägt von viel Hektik und unsauberen Zuspielen. Eine klare Linie der Unparteiischen war in dieser Phase nur schwer auszumachen. Mitten in diese Unruhe hinein gelang Zuchwil in der 35. Minute das 3:1, was gleichzeitig den Spielstand vor dem Schlussabschnitt bedeutete.
Penalty-Krimi bleibt ohne Pfiff
Im letzten Drittel mobilisierte Meinisberg noch einmal sämtliche Reserven. Die Mannschaft kämpfte sich zurück und belohnte sich in der 57. Minute durch den Anschlusstreffer von Lane Pfosi zum 2:3. In der dramatischen Schlussphase kam es schliesslich zu einer Szene, die für heftige Diskussionen sorgte: Ein Zuchwiler Spieler beförderte einen auf dem Eis liegenden, zerbrochenen Stock regelwidrig gegen den scheibenführenden Meinisberger Angreifer. Laut Reglement hätte dies zwingend einen Penalty zur Folge haben müssen. Doch der Pfiff der Unparteiischen blieb aus – eine doppelt bittere Pille für die Gastgeber, denen so die grosse Chance auf den späten Ausgleich verwehrt blieb.
Am kommenden Sonntag um 18:00 Uhr gilt für die Seeländer nun das Motto „Alles oder Nichts“. Um die Wende in der Serie einzuleiten, braucht es gegen die abgeklärten Solothurner nun eine perfekte Leistung und das nötige Quäntchen Glück auf der eigenen Seite.