Meinisberg steht im Halbfinal
Der EHC Meinisberg steht nach einem intensiven 4:1-Sieg gegen den EHC Koppigen unter den letzten Vier. Trotz einer teils hitzigen Atmosphäre und eigenwilligen Schiedsrichterentscheidungen behielten die Seeländer die Nerven und blicken nun gespannt auf das Derby-Halbfinale gegen Zuchwil.
Halbfinal gesichert, nun wartet Zuchwil
Nach dem deutlichen Erfolg vom Dienstag war die Marschroute für den EHC Meinisberg klar: Ein Sieg musste her, um den Sack zuzumachen und sich das verdiente spielfreie Wochenende zur Regeneration zu sichern. Entsprechend druckvoll starteten die Gäste in die Partie. In den ersten zehn Minuten schnürten sie Koppigen regelrecht in deren Drittel ein. Einziges Manko blieb die Effizienz: Trotz eines massiven Chancenpluses leuchtete nach dem ersten Drittel noch ein mageres 0:0 von der Anzeigetafel.
Aufregung um die Unparteiischen
Dass es torlos in die Kabinen ging, lag auch an der zunehmenden Hektik auf dem Eis. Diese wurde jedoch weniger durch die Spieler als durch eine – gelinde gesagt – „exklusive“ Regelauslegung der Unparteiischen befeuert. Meinisberg musste gar eine doppelte Unterzahl überstehen, bewies dabei aber ein bärenstarkes Boxplay und bewahrte kühlen Kopf.
Der Pausentee schien die Gemüter genau richtig abgekühlt zu haben. Kaum zurück auf dem Eis, erlöste Olivier Frieden die mitgereisten Fans: Nach einem Traumpass von Joey Hostettmann markierte er das hochverdiente 1:0. Das Spiel gewann nun deutlich an Fahrt und die Meinisberger erhöhten den Druck auf das Gehäuse der Gastgeber stetig.
Schreckmoment und Vorentscheidung
In der 37. Minute hielten alle Anwesenden kurz den Atem an. Lane Pfosi wurde von einem Gegenspieler mit einem üblen Check von hinten in die Bande befördert. Dass Pfosi ausser einer Schnittwunde im Gesicht keine schlimmere Verletzung davontrug, grenzte an grosses Glück. Die Entscheidung der Schiedsrichter, hier lediglich eine Fünf-Minuten-Strafe statt eines Restausschlusses auszusprechen, unterstrich an diesem Abend die teils unglückliche Linie der Unparteiischen.
Im Schlussabschnitt erhöhte Meinisberg-Coach die Schlagzahl und stellte auf drei Blöcke um, was sich sofort auszahlte. Bereits in der 42. Minute war es Marc Balsiger, der für den Zwei-Tore-Vorsprung verantwortlich zeichnete. Nur drei Minuten später sorgte Nicolas Wälti für die endgültige Vorentscheidung, als er den gegnerischen Torhüter frech zwischen den Beinen zum 3:0 bezwang.
Derby-Fieber im Halbfinale
Koppigen gelang zwar kurz darauf noch der Anschlusstreffer zum 3:1, doch die Dominanz der Meinisberger blieb ungebrochen. Captain Basil Schluep setzte schliesslich in der Schlussminute mit einem Treffer ins verwaiste Tor zum 4:1 den Schlusspunkt unter eine souveräne Mannschaftsleistung.
Mit diesem „Sweep“ qualifiziert sich der EHC Meinisberg für das Halbfinale. Dort wartet nun ein echter Kracher: Der EHC Zuchwil Regio. Die Serie, die längst Derbycharakter geniesst, startet am kommenden Dienstag mit einem Auswärtsspiel in Zuchwil. Die Fans dürfen sich auf eine spannende und hochintensive Serie freuen.