18.10.2026 | Spielbericht

Meinisberg braucht ein Drittel – dann aber richtig

Der EHC Meinisberg gewinnt beim HC Courtételle 6:3. Nach 40 zähen Minuten und einem 2:3-Rückstand drehten die Seeländer die Partie im Schlussdrittel mit vier Toren in Serie.

HC Courtételle - EHC Meinisberg 3:6 (2:1, 1:0, 0:4)

Meinisberg braucht ein Drittel – dann aber richtig

Klare Vorzeichen

Auf dem Papier war die Sache klar. Meinisberg reiste ungeschlagen in den Jura, Courtételle stand am Tabellenende. Dazu kam eine Neuerung an der Bande: Nach dem Trainerwechsel vom Donnerstag stehen neu Jan Junker als Headcoach und Paolo Giovanola als Assistent hinter dem Team. Entsprechend gespannt durfte man auf die Reaktion der Mannschaft sein.

Zähe erste 40 Minuten

Die Antwort fiel zunächst anders aus als erhofft. Meinisberg fand nie richtig in die Partie, das Spiel blieb fehleranfällig und ohne Rhythmus. Immerhin nutzten die Gäste ihr erstes Powerplay: Marco Heiniger traf in der 12. Minute zum 0:1. Courtételle reagierte jedoch prompt. Julian Helfer drehte die Partie mit zwei Toren innert 95 Sekunden, das erste davon in Überzahl.

Im Mitteldrittel änderte sich wenig am Bild. Meinisberg handelte sich zu viele Strafen ein und sass über die ganze Partie insgesamt zehn Minuten auf der Strafbank. Captain Basil Schluep glich in der 35. Minute zum 2:2 aus, doch Leo Gygax brachte das Heimteam zwei Minuten später wieder in Führung. Mit 2:3 ging es in die zweite Pause – und mit einigem Gesprächsbedarf.

Drei Blöcke, mehr Tempo

In der Kabine wurde reagiert. Meinisberg stellte auf drei Blöcke um, um mit kürzeren Wechseln mehr Intensität aufs Eis zu bringen. Im Tor ersetzte Antoine Todeschini Lars Dick.

Die Wirkung liess nicht lange auf sich warten. Nach 98 Sekunden im Schlussdrittel glich Dominic Aeby zum 3:3 aus. In der 46. Minute erzielte Stefan Schümperli auf Zuspiel von Schluep das 3:4, drei Minuten später erhöhte Olivier Frieden auf 3:5. Raphael Marty setzte in der 57. Minute den Schlusspunkt. Courtételle kam im letzten Abschnitt nicht mehr zum Torerfolg. Schümperli war mit einem Tor und zwei Assists an drei Treffern beteiligt und wurde als bester Spieler Meinisbergs ausgezeichnet.

Fazit und Ausblick

Spielerisch war es über weite Strecken nicht der Auftritt, den man sich gegen das Schlusslicht vorgenommen hatte. Umso mehr zählt, wie das Team darauf antwortete: Es bewies Charakter, die Reaktion im Schlussdrittel war beeindruckend. So ging Meinisberg am Ende verdientermassen als Sieger vom Eis. Auch das Boxplay hielt: Vier von fünf Unterzahlsituationen überstand Meinisberg schadlos.

Mit drei Siegen aus drei Spielen liegt Meinisberg punktgleich mit Leader Star Chaux-de-Fonds auf Rang zwei. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Bereits am Dienstag um 20.30 Uhr spielt das Team auswärts beim HC Saint-Imier, der ebenfalls vorne mitmischt. Zwei Drittel Anlaufzeit wird man sich dort kaum leisten können.

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