Meinisberg verliert Spitzenkampf in La Chaux-de-Fonds
Der EHC Meinisberg unterliegt bei Star Chaux-de-Fonds 2:4. Kenny Camarda erzielte alle vier Treffer der Neuenburger, das 4:2 fiel erst kurz vor Schluss ins leere Tor. Bei Meinisberg fehlten im Schlussdrittel Durchschlagskraft und Effizienz.
Einzelleistung entscheidet Partie
Verhaltener Start, ausgeglichenes erstes Drittel
Meinisberg startete verhalten in die Partie, kam dann aber zu den ersten Möglichkeiten und ging durch Marco Heiniger in der 2. Minute in Führung. Danach flachte das Spiel ab. Chaux-de-Fonds nutzte in der 14. Minute eine Überzahl durch Camarda zum Ausgleich, während sich Meinisberg im eigenen Powerplay schwertat und über das ganze Spiel ohne Torerfolg in Überzahl blieb.
Auf beiden Seiten häuften sich die Fehler, die Defensive war teilweise kaum abgesichert, und so entstand ein munteres Hin und Her. Das 1:1 zur ersten Pause entsprach dem Geschehen. Beide Teams hatten vor allem bei der Genauigkeit und beim Tempo noch Steigerungspotenzial.
Zehn starke Minuten, dann der Bruch
Das Mitteldrittel begann aus Sicht von Meinisberg furios. In den ersten zehn Minuten gehörte das Geschehen klar den Gästen: Sie schnürten Chaux-de-Fonds ein, spielten mit viel Tempo, alle Linien rotierten und erarbeiteten sich zahlreiche gute Chancen. Dass Stefan Schümperli in der 29. Minute die Führung erzielte, war hochverdient.
Danach bauten die Meinisberger ab. Es unterliefen ihnen wieder viele Fehler, sie verloren ihr eigenes Spiel, und das Heimteam kam besser in Fahrt. Camarda glich in der 35. Minute etwas überraschend zum 2:2 aus. Dass es nach vierzig Minuten nur unentschieden stand, hatte Meinisberg auch seiner Chancenauswertung zuzuschreiben: Aus dem Chancenplus liess sich zu wenig machen. Dank Torhüter Lars Dick, der immer wieder mit sehr guten Paraden glänzte, kam das Heimteam zu keinem Treffer im Mitteldrittel.
Schlussdrittel ohne Durchschlagskraft
Aus der Garderobe kam Meinisberg nicht mehr wirklich ins Spiel. Chaux-de-Fonds dominierte die ersten Minuten, und die Gäste machten es sich mit unglücklichen Strafen zusätzlich selber schwer: Sechs der neun Strafen im Spiel gingen zulasten von Meinisberg. Es fehlten Durchschlagskraft und Effizienz, am Ende vielleicht auch der letzte Wille, den Sieg mit nach Hause zu nehmen.
In der 48. Minute brachte Camarda die Neuenburger mit seinem dritten Treffer erstmals in Führung. Meinisberg versuchte danach alles und nahm in der Schlussphase ein Timeout und den Torhüter vom Eis. Camarda traf fünf Sekunden vor Schluss zum 4:2 ins leere Tor.
Die Niederlage ist ärgerlich, aber der Sieg von Star Chaux-de-Fonds ist nicht gestohlen und entspricht dem Spielgeschehen. Meinisberg muss sich an der eigenen Nase nehmen und seine Chancen konsequenter nutzen.
Ausblick
Am Samstag, 7. November, um 16.30 Uhr tritt Meinisberg zu Hause gegen Franches-Montagnes an. Dort braucht es wieder mehr Wille und Biss.