Startsieg gegen CP Fleurier auswärts
Der EHC Meinisberg startet mit einem 6:4-Auswärtssieg beim CP Fleurier in die Saison. Das Spiel war unterhaltsam, nicht immer sattelfest und wurde am Ende im Powerplay entschieden.
verdienter Sieg zum Saisonauftakt
Neues Kapitel, neue Gesichter
Neue Gruppe, neuer Spielrhythmus, acht neue Spieler: Beim EHC Meinisberg sieht diese Saison vieles anders aus. Die Seeländer spielen neu in der Westschweizer Gruppe der 2. Liga. Wo früher fast nur am Wochenende gespielt wurde, steht jetzt regelmässig auch ein Abendspiel unter der Woche im Kalender. Am Freitag in Fleurier gab es die erste Antwort auf die Frage, wie gut das alles schon zusammenpasst. Sie fiel erfreulich aus.
Schon vor dem ersten Bully gab es Erfreuliches: Vertreter des Westschweizer Verbands empfingen den Trainerstab persönlich. Eine kleine Geste, aber eine, die in Meinisberg in den letzten Jahren gefehlt hatte.
Holpriger Start, perfektes Timing
Die Gäste starteten mit viel Elan, anfangs mit etwas zu viel davon. Zwei Strafen in den ersten zehn Minuten blieben ungestraft, weil Fleurier nicht reüssierte. Das 1:0 fiel trotzdem für das Heimteam. In der 17. Minute genügte ein Missverständnis zwischen Goalie und Verteidiger, und es stand etwas glücklich 1:0 für Fleurier.
Meinisberg blieb dran und wählte für die Antwort den perfekten Moment. Eine Sekunde vor der Pausensirene zog Lane Pfosi im Powerplay von der blauen Linie ab. Sein satter Handgelenkschuss stieg zuerst hoch, senkte sich dann rasch und schlug zum 1:1 ein. Auf der Meinisberger Bank war der Jubel entsprechend gross.
Ein Drittel wie ein Pingpong-Match
Das Mitteldrittel hielt keinen Zuschauer auf dem Sitz. Nach 54 Sekunden führte ein ärgerlicher Wechselfehler dazu, dass ein Fleurier-Stürmer allein auf Lars Dick losziehen konnte. Er traf kaltblütig ins hohe Eck zum 2:1. Meinisberg übernahm danach das Kommando, lud den Gegner mit eigenen Fehlern aber immer wieder zu Kontern ein.
Dann ging es Schlag auf Schlag. Neuzugang Joel Reber glich in der 30. Minute aus, nur 30 Sekunden später traf Captain Basil Schluep zum 2:3. Fleurier antwortete mit dem 3:3, Schluep konterte in der 35. Minute mit seinem zweiten Treffer zum 3:4. Nach 40 Minuten standen neun Tore auf dem Matchblatt, aber auch einige Ungenauigkeiten im Notizblock des Trainerstabs.
Überzahl macht den Unterschied
Gemessen an den Spielanteilen hätte Meinisberg früher alles klarmachen können. Zu Beginn des Schlussdrittels holte das Team das in wenigen Minuten nach. Colin Minder, Neuzugang aus Lyss, traf in der 42. Minute im Powerplay zum 3:5. Zwei Minuten später doppelte mit Marco Burkhalter ein weiterer Neuer nach, ebenfalls in Überzahl, zum 3:6. Fleurier verkürzte zwar sofort auf 4:6, mehr liess Meinisberg aber nicht mehr zu.
Die Bilanz in den Spezialsituationen spricht für sich: drei Powerplay-Tore und kein Gegentreffer in Unterzahl. In den Schlussminuten ging es dann mehr ums Prinzip als um den Puck. Das sorgte für etwas Schreibarbeit auf dem Matchblatt, änderte aber nichts mehr am Ergebnis.
Premiere in der Tissot Arena
Lange Zeit zum Feiern bleibt nicht. Bereits am kommenden Sonntag steht das erste Heimspiel an. In der Tissot Arena empfängt der EHC Meinisberg den HC Moutier um 19:00 Uhr. Die Neuen haben ihre Visitenkarte abgegeben, jetzt darf sich auch das Heimpublikum ein Bild machen.